Fakten gegen Vorurteile
Wir möchten einigen Vorurteilen mit Fakten begegnen.

Hetze erkennen

Was genau ist Hetze und Hassrede im Netz? Die Meinungen darüber gehen auseinander. Generell muss zwischen strafrechtlich relevanter Volksverhetzung oder persönlicher Beleidigung und diskriminierend und verletzender Hetze bzw. Hassrede unterschieden werden. Volksverhetzung und persönliche Beleidigungen können zur Anzeige gebracht und müssen von den Plattformen auch gelöscht werden. Alle Anderen, möglicherweise hetzerischen Aussagen, sind zwar nicht strafrechtlich relevant, können aber dennoch gegen die Gemeinschaftsstandards der Plattformen wie Facebook oder Twitter verstoßen und sollten zur Löschung gemeldet werden. Plattformen wie facebook haben die Überprüfung zum Teil an andere Unternehmen ausgelagert, dennoch gibt es gewisse Vorgaben der Plattformen zur Einordnung der Inhalte. Im Dezember 2016 wurden durch Recherchen von sz-online einige Leitlinien für die Überprüfung bei Facebook öffentlich.

Ob es sich um rassistisch motivierte Hetze handelt oder „nur irrationale "Ängste" Auslöser der Äußerung waren, ist oft schwer festzustellen. Grundsätzlich gilt: Wer bestimmten Gruppen von Menschen gemeinsame Merkmale zuschreibt und diese abwertend beurteilt, um sie in Verruf zu bringen, äußert sich rassistisch und hetzt. Dann ist auch die Grenze der Meinungsfreiheit erreicht, die immer wieder gern angeführt wird, um solche Äußerungen zu verteidigen. Meinungsfreiheit hat ihre Grenzen, wenn andere verletzt und beleidigt werden. Hetze und Hass sind keine Meinung!

Im Baustein zur nicht-rassistischen Bildungsarbeit haben wir eine Zusammenstellung zum Erkennen von rassistischer Vorurteilsbildung in Texten und Bildern und den Mechanismen von Feindbildern erstellt. Diese sind auch auf Beiträge in den sozialen Netzwerken übertragbar. Des Weiteren  gibt es in den zusammengestellten Materialen zur Counterspeech auch Hinweise zur Erkennung von Hassrede und Hetze im Netz.

Welche Reaktionsmöglichkeiten jede*r von uns persönlich hat, haben wir unter "Reagieren, aber wie?" thematisiert.

Gefördert durch

  • Bundeszentrale für politische Bildung
  • Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
  • IG Metall